Themen 2013

Renaissance des Schuldscheins

Das Finanzinstrument „Schuldschein“ ist aus dem Abseits getreten und erlebt eine erfolgreiche Renaissance: Die Jahre 2008 und 2009 waren geprägt durch starke Turbulenzen auf den Kapitalmärkten. Sämtliche Kreditnehmer waren dazu gezwungen, sich fortan auch dem Schuldschein als mögliche Form der Finanzierung zuzuwenden. Das Jahr 2012 sollte wenig später eines der erfolgreichsten in der Geschichte des Schuldscheins werden: So verzeichnete der Markt für Unternehmensschuldscheine in diesem Jahr circa. 100 Deals mit einem Gesamt-Dealvolumen von rund 13 Milliarden Euro, wobei das durchschnittliche Dealvolumen bei etwa 120 Millionen Euro lag. 

Die rasante Erfolgsgeschichte des Finanzinstruments „Schuldschein“ war jüngst Anlass einer von Euromoney organisierten Veranstaltung, “The International Schuldschein Forum”, welche im September 2013 in Frankfurt stattfand. Hierbei trafen an zwei Veranstaltungstagen die internationalen und nationalen Player sowie neue Marktinteressenten aufeinander. Im Rahmen der Veranstaltung gab es viele Plattformen, die es den Teilnehmern ermöglichten, wertvolle Erkenntnisse über den wachsenden Schuldscheinmarkt sowie über den Schuldschein als Anlage- und Finanzierungsinstrument zu gewinnen und die Entwicklung und Zukunft des Marktes zu diskutieren.

Linklaters übernahm bei der Veranstaltung einen zentralen Part: So leitete Dr. Eva Reudelhuber, Partnerin in unserer Bankrechtspraxis, eine Paneldiskussion zu der Frage, wie internationale und nationale Banken von ihren deutschen und ausländischen Beziehungen profitieren können. Außerdem hielt Dr. Christian Storck, Partner in unserer Kapitalmarktrechtspraxis, einen Vortrag zum Potential des Schuldscheins als strukturiertes Finanzprodukt, um Investoren Zugang zu neuen Asset-Klassen zu ermöglichen, wie zum Beispiel Infrastruktur, Renewables oder Commodities.

Auch in unserer täglichen Beratung sehen wir eine verstärkte Nachfrage nach Finanzierungen über Schuldscheine. Insbesondere internationale Unternehmen sind in größerem Umfang an diesem spezifisch deutsch-rechtlichen Instrument interessiert. Es gilt als attraktive Alternative zur öffentlich-platzierten Anleiheemission sowie dem syndizierten Kreditvertrag.

Autoren: Dr. Eva Reudelhuber / Dr. Christian Storck (Oktober 2013)