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Der Finanzsektor nach Covid-19 – Auswirkungen aus rechtlicher und regulatorischer Perspektive

Bei der Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Krise haben Banken bisher eine wichtige Rolle gespielt. Vor allem bei der Bereitstellung von dringend benötigter Liquidität für die Realwirtschaft, war der Bankensektor ein wichtiger Partner der Politik bei der Umsetzung der Stabilitätsprogramme. Doch die Covid-19-Krise stellt den Bankenbereich auch vor zahlreiche Herausforderungen, von denen sich viele erst in der Zukunft herauskristallisieren werden. 

So standen die Geschäftsmodelle der traditionellen Banken bereits vor Covid-19 unter erheblichem Druck. Vor allem in Europa leidet der Bankensektor unter geringer Rentabilität und einem harten Wettbewerb. Die Kombination dieser Faktoren stellt die Finanzinstitute vor die Herausforderung, die Mittel zu erwirtschaften, die für einen strukturellen Veränderungsprozess erforderlich sind. Bereits jetzt ist abzusehen, dass die Covid-19-Krise vor allem zwei Bereichen, die wesentlich für die Transformation des Bankensektors in Europa sind, eine zusätzliche Dynamik verleihen wird: der Konsolidierung im europäischen Bankensektor und der Digitalisierung. Zugleich trifft die gegenwärtige Krise Banken aufgrund ihrer zentralen volkswirtschaftlichen Rolle in ihrer Gesamtheit und wirkt sich massiv auf ihr „Risk Exposure“ aus. Die Fragen in diesem Zusammenhang sind daher vielfältig: Wie sieht es mit den regulatorischen Kapitalanforderungen aus, wie wirken diese mit notleidenden Assets zusammen und welche Möglichkeiten stehen dem Management zur Verfügung? Welche operationellen Risiken gibt es? Und wie wird das „new normal“ aussehen?

Die Auswirkungen der Covid-19-Krise sind ein Katalysator für die zusätzliche Überprüfung von Geschäftsmodellen der Banken, die bereits vor der Covid-19-Pandemie unter Druck standen.“ 

Andreas Steck, German Senior Partner, Linklaters LLP

Mit unserer neuen Themensammlung „Financial Institutions and Covid-19 - How are banks doing?” wollen wir die aus unserer Sicht wichtigsten Implikationen von Covid-19 auf den Finanzsektor in der kommenden Zeit umreißen. Wir beleuchten dabei unter verschiedenen Blickwinkeln die Auswirkungen, welche die Pandemie auf das aufsichtsrechtliche und juristische Umfeld der Banken und Finanzinstitute hat und setzen diese in den wirtschaftlichen Zusammenhang:

1. Bank Capital – Why it matters? – In diesem Briefing werden die Kapitalanforderungen von Finanzinstituten und deren teilweise pro-zyklischen Effekte diskutiert und in den Kontext zu den Maßnahmen von Aufsichtsbehörden und Politik gestellt.

2. Asset Quality and NPEs – Where Covid-19 infects banks – Hier wird beleuchtet, wie Covid-19 die Entwicklung der Asset Qualität beeinflusst, wie sich dies wiederum auf die Eigenmittelpositionen der Banken auswirkt und mit welchen rechtlichen Mitteln notleidende Positionen wirksam verwaltet werden können.

3. Managing risk in times of crisis – Der Banksektor sieht sich nicht nur Markt- und Kreditrisiken ausgesetzt. Er muss sich auch mit anderen Themen, wie operationellen Risiken, Governance und Geldwäsche (AML) beschäftigen. Wir behandeln hier einige der damit zusammenhängenden Themen vor dem Hintergrund der Covid-19-Krise und den damit einhergehenden Veränderungen der Art wie in den Banken gearbeitet wird sowie den technischen und regulatorischen Herausforderungen, die sich daraus ergeben.  

4. The financial sector after Covid-19 – How the “new normal” will look like – Dieser Beitrag zeigt die Veränderungen auf, die die Pandemie im Banksektor zweifelsohne auslösen und bedingen wird. Insbesondere die beiden schon vor der Covid-19-Krise wichtigen Trends der Konsolidierung und der Digitalisierung dürften in der Zukunft eine (noch) stärkere Dynamik entfalten. 

Hier kommen Sie zu unserer Linklaters Themenseite „Financial Institutions and Covid-19 - How are banks doing?