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"Powering the Future": Batterien für Elektrofahrzeuge (EV) - Kommerzielle Chancen und rechtliche Entwicklungen rund um den Lebenszyklus von Batterien

  • Anzahl der verkauften Elektrofahrzeuge übersteigt bis 2033 die der traditionellen Fahrzeuge

  • Investitionslücke von 150 Milliarden US-Dollar bei Ladeinfrastruktur, Batterieentwicklung und -recycling erwartet

  • Rund 80 Milliarden US-Dollar Investitionen für die Entwicklung einer globalen ultraschnellen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge erforderlich

  • Signifikante Speicherkapazität - gebrauchte EV-Batterien lassen bis 2030 neue Sekundärmärkte im Volumen von über 24 Milliarden US-Dollar entstehen

  • Rechtliche Entwicklung, Regulierung und Politik bestimmen neue Geschäftsfelder

    Der von Linklaters veröffentlichte Report "Powering the Future - Commercial opportunities and legal developments across the EV batteries lifecycle" gelangt zu der Annahme, dass durch eine stark steigende Nachfrage der Absatz von Elektrofahrzeugen (EVs) bereits 2033 den Absatz von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor übersteigen wird. In dem Bericht prognostiziert Linklaters, dass dieser massive Nachfrageanstieg eine erhebliche Investitionslücke rund um den gesamten Lebenszyklus von EV-Batterien - von der Produktion über das Aufladen bis zur Wiederverwendung - zur Folge haben wird.

    Dies bringt eine Vielzahl von Investitionsmöglichkeiten mit sich: Dazu zählen Weiterentwicklungen in der Batterietechnologie, aber auch Investitionen in die Rohstoffgewinnung, um eine ausreichende Verfügbarkeit von Nickel, Kobalt und Lithium für die Herstellung von EV-Batterien sicherzustellen. Der Bericht sieht auch große Chancen im Infrastruktursektor. Um sicherzustellen, dass die EV-Fahrer sich mit Energie eindecken können, muss eine ausreichend dichte Ladeinfrastruktur aufgebaut werden. Zudem skizziert der Bericht den Aufstieg eines neuen Sektors: Recycling und Wiederverwendung.

    Recycling und Sekundärmarkt

    Das exponentielle Wachstum des EV-Markts in den kommenden zehn Jahren lässt zahlreiche Marktchancen und Investitionsmöglichkeiten im Bereich Recycling von Komponentenmaterialien der Batterien bzw. bei deren späterer Weiterverwendung außerhalb des Automobilsektors entstehen. Obwohl Recycling von Batterieteilen nicht neu ist, wird das schiere Volumen der innerhalb des nächsten Jahrzehnts entstehenden Altbatterien erhebliche neue Investitionen in die Recyclingkapazität mit sich bringen. Als Folge des Booms der Elektrofahrzeuge wird auch ein neuer globaler Sekundärmarkt entstehen. In der Regel sind bei EV-Batterien nach 7-10 Jahren Einsatzzeit noch rund 70 Prozent der ursprünglichen Kapazität vorhanden. Damit sind sie für den Einsatz in EVs ungeeignet. Zugleich bieten sich aber zahlreiche sekundäre Anwendungsmöglichkeiten, einschließlich der Speicherung von Energie im privaten oder gewerblichen Bereich oder der Versorgung fester Infrastrukturen, z.B. im Bereich der Straßenbeleuchtung oder für Aufzüge.

    Investitionsdruck im Bereich Infrastruktur

    Die erwartete Kombination aus sinkenden Batteriekosten und erhöhter EV-Reichweite führt nach dem Bericht zu einer deutlichen Veränderung in der Akzeptanz elektrisch betriebener Fahrzeuge. Eine deutlich höhere Nachfrage erzeugt Investitionsdruck im Bereich der Infrastruktur bei schnellen EV-Ladennetzen. Derzeit befinden sich rund 55 Prozent der weltweiten Ladeinfrastruktur für EVs in China, dem größten Markt für Elektrofahrzeuge. Angesichts der prognostizierten weltweiten Absatzsteigerung werden schon bald in vielen Ländern erhebliche Investitionen in Ladestationen sowie den Ausbau der Stromnetze notwendig sein.

    Der Linklaters Report führt allein in den Bereichen Infrastruktur, Rohstoffgewinnung und Recycling Investitionsmöglichkeiten im Volumen von 150 Milliarden US-Dollar weltweit auf.

    Dr. Daniel Pauly, Global Co-Head of Automotive und Leiter TMT Deutschland bei Linklaters, erläutert: „Wir befinden uns an der Schwelle zu einem historischen Veränderungsprozess rund um den Automobilsektor. In den kommenden 10 Jahren werden weltweit riesige neue Märkte für Produkte, Technologien und Dienstleistungen entstehen, die den Alltag der Verbraucher bislang nur am Rande berühren. Der Kapitalbedarf dafür ist immens. Automobil- und Batteriehersteller, Unternehmen aus den Bereichen Infrastruktur und Rohstoffgewinnung sowie der Start-up-Bereich bieten Investoren eine Vielzahl von Möglichkeiten. Gleichzeitig entstehen in all diesen Bereichen neue nationale und globale Regulierungsstandards, die sich derzeit noch in einem frühen Entwicklungsstadium befinden. Diese werden die Entwicklung der neuen Geschäftsfelder mitprägen".

    Den vollständigen Bericht gibt es hier zum Download.